Martin Luther King, Malcolm X

Martin Luther King, Malcolm X

Autor : Britta Waldschmidt-Nelson
Geschlecht : Bücher, Schule & Lernen, Wissen nach Themen,
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Format : PDF, ePub

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Martin Luther King, Malcolm X

Amazon.de 'Radikaler Hitzkopf' -- 'Marionette der weißen Machthaber'. Die gegenseitigen Einschätzungen von Martin Luther King und Malcolm X zeugten nicht von übermäßiger Sympathie füreinander. Dabei traten die beiden doch für dieselbe Sache ein: die Gleichberechtigung der Schwarzen in den von Rassismus geprägten USA. Doch oft führen mehrere Wege zum selben Ziel und die von King und Malcolm X waren so unterschiedlich, wie Wege nur sein können. Ersterer glaubte an die US-Gesellschaft und plädierte für deren gewaltfreie Reform, der Zweite verachtete das System und trat für den nötigenfalls bewaffneten Widerstand ein. Kings Vision der Integration stand Malcolm X' Idee des Separatismus gegenüber, und das macht sie zu höchstinteressanten Kandidaten für die Gegenspieler-Reihe des Fischer Verlages. In der reihentypischen Gegeneinanderstellung der beiden Lebensläufe offenbaren sich Parallelitäten und Gegensätze. Beide erlebten Rassismus hautnah, beide waren stark durch ihren Glauben beeinflusst, beide wollten endlich Gerechtigkeit für die Farbigen, und beide starben durch Attentate im Alter von 39 Jahren. Aber als King Mitte der Vierziger Jahre sein Universitätsstudium begann, saß Malcolm Little (so X' Geburtsname) wegen Einbruchdiebstahl in einer Gefängniszelle. Als King 1948 Baptistenpfarrer wurde, konvertierte Little zum Islam. Während King mit friedlichen Mitteln wie einem Busboykott arbeitete, belagerte Malcolm X eine Polizeiwache oder rief zur Bewaffnung der Schwarzen auf. Erst spät näherte sich Malcolm X den Visionen Kings an, doch da beendeten Gewehrkugeln die Leben der beiden. Waldschmidt-Nelsons dichte Arbeit geht über die reinen Biografien hinaus, sie erläutert sowohl kurz die Vorgeschichte der Schwarzen in den USA als auch den späteren Umgang mit dem Erbe von King und X. Sinnvoll für ein deutsches Buch zu dieser ur-amerikanischen Thematik, denn das Umfeld der beiden dürfte vielen europäischen Lesern eher unbekannt sein. --Joachim Hohwieler Über den Autor und weitere Mitwirkende Britta Waldschmidt-NelsonBritta Waldschmidt-Nelson ist seit 2016 Professorin für die Geschichte des europäisch-transatlantischen Kulturraums an der Philologisch-Historischen Fakultät Augsburg. Zuvor war sie fünf Jahre lang als stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Washington, D.C., tätig und von 1994 bis 2011 lehrte sie amerikanische Geschichte an der LMU in München. Außerdem hat sie als Gastdozentin an zahlreichen europäischen und amerikanischen Universitäten unterrichtet. Von ihr liegen verschiedene Veröffentlichungen zur Geschichte der schwarzen Bürger- und Frauenrechtsbewegung in den USA vor.